Die drei wichtigsten Fähigkeiten als Mama

Fähigkeiten braucht man als Mama ja wirklich viele. UND: Mama ist auch Mensch und daher in manchen Bereichen richtig stark und in anderen nicht so. Und das ist gut so!  Doch es gibt ein paar Fähigkeiten, die dir und deinen Kindern echt das Leben erleichtern. Fähigkeiten, deren (Weiter-) Entwicklung sich aus meiner Sicht echt lohnt.

 

1. Die Perspektive deines Kindes einnehmen können

In vielen Situationen mit unseren Kindern reagieren wir unpassend, weil wir den Erwachsenenblick haben. Und mitunter die Vorstellung, dass wir als Eltern unseren Kindern möglichst früh zeigen müssen, wer hier das Sagen hat. Kinder hingegen sind im Hier und Jetzt. Sie machen das, was ihnen gerade in den Sinn kommt und reagieren auf das, was gerade ist. Wenn du dich darauf einlässt, merkst du sofort: In der Welt deines Kindes macht das gerade gezeigte Verhalten total Sinn. Die Kinderperspektive einnehmen können entspannt also die Situation enorm, denn du musst es nicht persönlich nehmen. Vor allem kannst du viel besser auf dein Kind eingehen, weil dir klar wird, warum es gerade etwas tut/nicht tut.

 

2. Mein Bedürfnis hinter einer Forderung erkennen zu können

Als Mama haben wir an unser Kind ziemlich oft irgendwelche Bitten oder Forderungen: Tu dies, lass das, mach doch bitte … Und oft folgen unsere Kinder nicht. Denn Kinder haben die Eigenart, einfach so dahin gesagte Dinge zu überhören. Aber das, was die Eltern in der Tiefe ihres Herzen glücklich macht, das überhören sie nicht. Da wollen sie ihre Eltern zufrieden stellen. – Bevor wir also von unseren Kindern etwas wollen, sollten wir genau schauen, warum wir das möchten. Dann merken wir nämlich sehr schnell, ob uns das gerade wichtig ist (und warum), oder, ob wir von unserem Kind etwas wollen, weil wir denken, wir sollten das jetzt einfordern oder einfach schon automatisch schimpfen.

 

3. Für deine persönlichen Grenzen einstehen können

Kinder bedienen sich bei den Ressourcen ihrer Eltern so lange, wie sie können. Das ist ihr gutes Recht. Zu erkennen, wann es genug ist, ist nicht ihre Aufgabe. Es ist Aufgabe der Eltern zu kommunizieren, wann eine Grenze erreicht ist. Und zwar möglichst bevor das nur noch schreiend gelingt. Schwierig wird es, wenn man als Mama glaubt, man muss grenzenlos verfügbar sein. Denn das geht nicht. Da ist der Zusammenbruch vorprogrammiert. Und die Kinder werden nicht auf das Leben mit Menschen vorbereitet, die ihre persönlichen Grenzen wahren. Sie können dann schlichtweg nicht damit umgehen, weil es ihnen nie jemand gezeigt hat.

 

Klingt gut, denkst du. Einen Teil bekommst du auch hin, doch es gibt da noch die eine oder andere Schraube, an der du drehen willst? Wenn du Unterstützung dabei brauchst – ruf mich gerne an. 😊

 

Barbara Widerhofer